Schloss Schwetzingen: Foto-Tour durch das pfälzische Versailles

Schloss Schwetzingen: Foto-Tour durch das pfälzische Versailles

Schwetzingen ist weit über die Region hinaus für zwei Dinge berühmt: den Spargel und das prachtvolle Schloss. Das „pfälzische Versailles“, nur wenige Kilometer westlich von Heidelberg gelegen, war die einstige Sommerresidenz der Kurfürsten von der Pfalz und besticht heute durch eine beeindruckende Gartenanlage. Für den Besuch im Schloss und Schlossgarten sollte man ausreichend Zeit einplanen. Es gibt dort so viel zu entdecken! Und da Bilder ja bekanntlich mehr sagen als tausend Worte, habe ich diesen Artikel als „Fotostory“ aufgebaut. Kommt mit auf einen visuellen Streifzug durch kurfürstliche Appartements, barocke Gartenwelten und versteckte Tempel.

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Das Schloss

Von der Innenstadt über den Schlossplatz kommend bildet das Schwetzinger Schloss den Eingang zu der berühmten, weitläufigen Anlage. Ursprünglich ein mittelalterliches Wasserschloss, diente es verschiedenen Kurfürsten als Sommersitz und wurde in mehreren Schritten Ende des 17. Jahrhunderts und Mitte des 18. Jahrhunderts zu seiner heutigen Pracht ausgebaut. Währende die Fassade eher schlicht und elegant wirkt, offenbart das Innere den ganzen Reichtum der Kurfürsten.

Das Herzstück: der Schlossgarten

Das Hauptaugenmerk eines Besuchs in Schwetzingen liegt jedoch meist auf dem weitläufigen Schlossgarten, was auch an den erhältlichen Eintrittskarten zu erkennen ist: Es gibt Eintrittskarten nur für den Garten oder in Verbindung mit einer Führung im Schloss, nicht aber nur fürs Schloss. Auch wenn man nur den Garten besucht, sollte man auf jeden Fall ein paar Stunden Zeit einplanen und gut zu Fuß sein. Der Garten ist riesig! Um sich dort besser zurechtzufinden, bietet die kostenlose App „Monument BW“ mehrere digitale Touren mit unterschiedlichen Schwerpunkten.

Der Schwetzinger Schlossgarten ist wirklich ein Meisterwerk der Gartenarchitektur. Er wurde im 18. Jahrhundert über einen Zeitraum von 50 Jahren von Nicolas de Pigage nach den Vorstellungen des Kurfürsten Carl Theodor angelegt und gliedert sich in einen streng geometrischen französischen Barockgarten und einen weitläufigen englischen Landschaftsgarten. Der Schlossgarten stand damals allen Bürgern offen, da der Kurfürst mit der Anlage auch einen Bildungsanspruch erfüllen wollte.

Neben unzähligen Blumenbeeten, Wasserspielen und Teichen gibt es im Schlossgarten auch einige schöne Bauwerke, wie die Gartenmoschee, den Apollotempel oder das Badhaus. Letzteres ist ein kleines, durch Hecken abgeschirmtes Lustschloss, in dem der Kurfürst mit ausgewählten Gästen musizierte und diskutierte. Das Badhaus kann in den Sommermonaten besichtigt werden, war bei unserem Besuch Ende März aber leider noch nicht geöffnet.

Essen & Trinken

In der Carl-Theodor-Straße, nur wenige Meter vom Schlossplatz entfernt, lädt das Süß & Salzig (Carl-Theodor-Straße 10, 68723 Schwetzingen) zu einer Pause ein. Die Bäckerei mit angeschlossenem Café bietet eine Auswahl an herzhaften Snacks, Quiches und hausgemachten Kuchen. Perfekt für den kleinen Hunger nach dem Schlossbesuch.

Das von außen eher unscheinbar wirkende Restaurant Mamma Rosa (Odenwaldring 2, 68723 Schwetzingen) außerhalb der Innenstadt ist eine hervorragende Adresse für alle, die authentische italienische Küche in herzlicher Atmosphäre suchen. Zusätzlich zur regulären Karte mit verschiedenen Pizzen sowie Pasta- und Fleischgerichten gibt es mehrere Tagesangebote, die auf einer großen Schiefertafel präsentiert werden.

Tipps & Tricks

Schwetzingen ist ideal mit verschiedenen Bus-, Regional- und S-Bahnlinien von Mannheim, Karlsruhe und Heidelberg zu erreichen. Vom Bahnhof sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zum Schloss. In der Innenstadt gibt es auch einige Parkhäuser, die aber schnell voll sind.

Nach der Besichtigung des Schlosses und des Schlossgartens bietet sich noch ein Abstecher in die Stadt an. Direkt vor dem Eingang zum Schloss liegt der weitläufige Schlossplatz, gesäumt von zahlreichen Cafés und Restaurants. Hier steht auch eine Skulptur, die Kurfürst Carl Theodor auf einem Glücksschwein reitend darstellt. Die Darstellung geht auf Friedrich den Großen zurück, der den Kurfürsten einmal als „einen faulen Kerl und ein Glücksschwein“ bezeichnet hat, da dieser mehr Länder geerbt als erobert hat. Entlang der Carl-Theodor-Straße in Richtung Bahnhof finden sich außerdem einige nette Geschäfte und Cafés.

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