Antibes: zwischen mittelalterlicher Altstadt und azurblauem Meer
Antibes ist eine Stadt der Widersprüche – und genau das macht sie so interessant! Mit knapp 80.000 Einwohnern ist Antibes nach Nizza die zweitgrößte Stadt an der Côte d’Azur, besteht aber eigentlich aus mehreren Gemeinden, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Da ist die mittelalterliche Altstadt von Antibes, in der einst Picasso malte und in deren Gassen es das ganze Jahr über geschäftig zugeht, zur Stadt gehören aber auch das mondäne Cap d’Antibes mit den hinter hohen Mauern liegenden Luxusvillen und das lebhafte Seebad Juan-les-Pins mit seinen weitläufigen Sandstränden. Diese kleine Stadt überrascht einfach immer wieder mit ihrer Vielseitigkeit!


Inhaltsverzeichnis
Anreise
Antibes ist ans TGV-Netz angeschlossen, allerdings ist die Anreise mit dem Zug von Deutschland aus etwas umständlich. Wesentlich schneller geht es mit dem Flugzeug über Nizza. Der Flughafen von Nizza, nach Paris der zweitgrößte in Frankreich, ist von vielen deutschen Städten aus direkt in etwa eineinhalb Stunden zu erreichen. Da er direkt am Meer liegt, hat man schon beim Landeanflug eine atemberaubende Aussicht auf das azurblaue Meer, die Küstenorte und die Alpen direkt hinter der Stadt. Vom einen kurzen Fußweg entfernten Bahnhof Nice Saint-Augustin hat man ungefähr alle 15 Minuten Anschluss nach Antibes. Gut zu wissen: Vom Flughafen aus kann man kostenlos mit der Tram bis zur nächsten Haltestelle „Grand-Arénas“ fahren, die beim Bahnhof Nice Saint-Augustin liegt.
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Antibes: die Stadt
Das eigentliche Städtchen Antibes hat eine lange Geschichte: der Ort wurde bereits von den Griechen als Antipolis, die „Stadt gegenüber“ von Nizza gegründet und über die Jahrhunderte immer weiter ausgebaut. Als Nizza im 14. Jahrhundert an das Herzogtum Savoyen fiel, wurde Antibes zur Grenzstadt auf französischem Boden. In der folgenden Zeit entstanden deshalb zur Absicherung das Fort Carré sowie die Wehrmauern rund um die Altstadt. Große Teile der Verteidigungsanlagen gehen auf den berühmten französischen Festungsbaumeister Sébastien Vauban zurück, dessen Namen in Antibes auch heute noch auf Schritt und Tritt auftaucht.
Vieil Antibes: die malerische Altstadt
Antibes hat eine wirklich schöne, sehr markante Altstadt. Ein guter Ausgangspunkt für einen ersten Bummel durch die verwinkelten Gassen ist das Musée d’Archéologie in der Bastion St. André: Von hier hat man einen spektakulären Blick auf die von Wehrmauern umgebene Altstadt mit ihren beiden Türmen und den hohen, bis ins Frühjahr schneebedeckten Berge im Hintergrund. Genau diesen Blick haben auch viele berühmte Maler festgehalten, darunter Claude Monet, Eugène Boudin und Paul Signac.
Folgt man der kleinen Rue de la Tourraque bis in die Altstadt hinein, so landet man direkt auf dem Cours Masséna, dem Herzen von Vieil Antibes. Unter dem großen Glas-Eisen-Dach, das den Platz überspannt, findet täglich außer montags am Vormittag der Marché Provençal statt, auf dem eine große Auswahl an landwirtschaftlichen Erzeugnissen aus der Region angeboten wird. Abends verwandelt sich der Cours Masséna in ein großes Freiluft-Restaurant, am Wochenende gesellen sich außerdem noch Künstler und Kunsthandwerker mit ihren Ständen dazu. Hier ist also immer was los!



Rechts vom Cours Masséna führen Treppen und schmale Gassen zu den Remparts, den Befestigungsmauern aus dem 16. und 17. Jahrhundert, die bis heute einen Teil der Altstadt umfassen. Wer hier entlangspaziert, wird mit einem einzigartigen Panoramablick auf das azurblaue Mittelmeer belohnt. In diesem Teil der Altstadt befinden sich an einem malerischen kleinen Platz am Ende der Rue de l’Horloge auch die Kathedrale von Antibes, der schöne Tour Sarrazine und das sehenswerte Picasso-Museum. Doch selbst in diesem Viertel, nur wenige Meter von dem beliebten Museum, den Remparts und dem trubeligen Marktplatz entfernt, gibt es einige schöne, wirklich ruhige Gassen, in denen man kaum jemandem begegnet.
Auch auf der anderen Seite des Cours Masséna erstreckt sich ein Labyrinth enger Gassen, durch das es sich stundenlang flanieren lässt. Insbesondere an der Rue Sade, Rue Georges Clemenceau, Rue James Close und Rue de la République findet man unzählige kleine Geschäfte, darunter auch viele Delikatessengeschäfte. Es gibt aber auch ruhige, malerische Gassen wie die Rue du Bas Castelet, in der ein schönes Fotomotiv das nächste jagt.



Musée Picasso
Eines der schönsten Kunstmuseen (Place Mariejol, 06600 Antibes) an der Côte d’Azur residiert an unschlagbarer Adresse: im Château Grimaldi, einem mittelalterlichen Palast direkt auf den Stadtmauern über dem Meer. Viele der Ausstellungsstücke sind tatsächlich auch im Château entstanden. Pablo Picasso durfte 1946 einen Teil des Schlosses als Atelier nutzen und schenkte später den Großteil der hier entstandenen Werke dem Museum. Die Sammlung ist wirklich bemerkenswert und umfasst Gemälde, Zeichnungen, Druckgrafiken und Keramiken von Picasso, aber auch Werke anderer Künstler. Besonders schön ist die Terrasse des Museums, auf der Skulpturen von Germaine Richier vor der Kulisse des azurblauen Mittelmeers zu sehen sind.



Der Port Vauban: Europas größter Yachthafen
Im Stadtgebiet von Antibes gibt es mehrere Yachthäfen mit insgesamt über 2.700 Liegeplätzen, aber der Port Vauban nördlich der Altstadt von Antibes ist etwas ganz Besonderes! Im größten Yachthafen Europas finden 1.500 Boote Platz, vom kleinen Fischerboot bis zur 165-Meter-Superyacht. Meist liegen hier gleich mehrere riesige Privatyachten Seite an Seite, manche sogar mit ihrem eigenen Helikopter an Bord. Auf den Überresten der Bastion Saint-Jaume, vor dem Zugang zum „Quai des Milliardaires“, steht heute die riesige Skulptur „Nomade“ des katalanischen Künstlers Jaume Plensa. Auch wenn der Zugang zu dem Kai mit den größten Yachten inzwischen meist mit einem Tor verschlossen ist, lohnt sich der Bummel durch den Hafen auf alle Fälle, insbesondere in der Abenddämmerung.



Das Cap d’Antibes
Südlich der Stadt ragt eine ungefähr vier Kilometer lange Landzunge ins Mittelmeer, das Cap d’Antibes. Die Halbinsel, die bis heute als eine der exklusivsten Adressen an der Côte d’Azur gilt, zieht schon seit dem 19. Jahrhundert wohlhabende Reisende an und wurde in den 1920er Jahren zum Treffpunkt der High Society rund um Ernest Hemingway, F. Scott Fitzgerald und Pablo Picasso.
Zwischen üppiger Vegetation und dem schroffen, zerklüfteten Ufer verstecken sich Villen, deren Ausmaße sich meist nur erahnen lassen. Trotzdem gibt es auf dem Cap d’Antibes auch sehr schöne, öffentlich zugängliche Stellen wie die kleinen Badebuchten bei der Villa Eilenroc oder die felsige Plage Pointe Ouest beim legendären Luxushotel Cap-Eden-Roc. Auch der Leuchtturm im nördlichen Teil der Halbinsel, der Phare de la Garoupe ist einen Abstecher wert: der Turm kann zu bestimmten Zeiten bestiegen werden und bietet eine tolle Aussicht über das Cap und bis nach Cannes und Nizza.
Vom Bahnhof in Antibes ist das Cap d’Antibes mit der Buslinie 2 erreichbar (Haltestelle „Phare du Cap“ für den Leuchtturm, „Posidonia“ für die Badebucht beim Hôtel du Cap-Eden-Roc).
Der Sentier du Littoral
Einen ganz anderen Blick auf das Cap gibt es vom Sentier du Littoral. Der wunderschöne, ungefähr vier Kilometer lange Küstenweg führt über schmale Pfade, Felsen und Treppen um den südöstlichen Zipfel der Halbinsel. Er beginnt bei der Plage de la Garoupe (Buslinie 2, Haltestelle „Fontaine“) und führt direkt am Wasser entlang mit ständig wechselnder Aussicht auf Nizza, das tiefblaue Meer und die Îles de Lérins bis zu den Badebuchten bei der Villa Eilenroc. Von hier gelangt man über die Av. Mrs. Beaumont wieder bis zur Hauptstraße und der Bushaltestelle „Fontaine“.
Für die Wanderung sollte man ca. 2 Stunden einplanen. Der Weg an sich ist nicht besonders anspruchsvoll, feste Schuhe und Trittsicherheit sind aber trotzdem erforderlich. Durch die Lage direkt am Meer kann es vorkommen, dass der Küstenweg bei Wind oder nach starkem Regen gesperrt wird.



Die Villa Eilenroc
Ganz im Süden des Caps, am einen Ende des Sentier du Littoral, steht die sehenswerte Villa Eilenroc (460 Avenue L.D. Beaumont, 06600 Antibes). Die prächtige Belle-Époque-Villa entstand 1867 nach Plänen von Charles Garnier, dem Architekten der Pariser Oper, und ist von einem weitläufigen Park mit alten Olivenbäumen und einem schönen Rosengarten umgeben. Nach dem Tod der letzten Eigentümerin, Hélène Beaumont im Jahr 1982, ging das gesamte Anwesen als Schenkung an die Stadt Antibes unter der Bedingung, den Park der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und die Villa für Veranstaltungen zu nutzen.
Heute finden auf dem Gelände Empfänge der Stadt und Konzerte statt, außerdem können die Villa und die Gärten meist samstags besichtigt werden, der Eintritt kostet lediglich 2 €. Seit Kurzem ist im frisch renovierten Teehaus ein kleines Café untergebracht, das ebenfalls samstags sowie an ein bis zwei weiteren Tagen unter der Woche geöffnet hat.
Vom Bahnhof in Antibes ist die Villa Eilenroc mit der Buslinie 2 erreichbar (Haltestelle „Fontaine“).



Ausflüge in die Umgebung
Durch die zentrale Lage und die gute Verkehrsanbindung bieten sich von Antibes aus Tagesausflüge in die nähere Umgebung an, sowohl ins Hinterland mit Biot, Vallauris und Saint-Paul-de-Vence, als auch in andere Küstenstädte wie Cannes, Nizza oder Menton.
Biot
Für den Besuch des malerischen Bergdorfs Biot, nur wenige Kilometer nördlich von Antibes gelegen, gibt es gleich zwei Gründe: die mittelalterliche Altstadt und das traditionelle Kunsthandwerk.
Biot war bis zur Mitte des 18. Jahrhundert eine Keramik-Hochburg, die dort getöpferten Vasen, Krüge und Töpfe wurden in die ganze Welt verkauft. Mit der industriellen Revolution verschwanden die alten Töpfereien aber immer mehr. Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Ort schließlich zum Zentrum eines anderen Kunsthandwerks: der Glasbläserei. In Biot gibt es auch heute noch mehrere Glasbläsereien, die größte und bekannteste ist jedoch die Verrerie de Biot (5 Chem. des Combes, 06410 Biot) am Ortsrand unterhalb der Altstadt.
In dem weltberühmten Familienbetrieb werden seit 1956 die charakteristischen Glaswaren hergestellt, die von lauter kleinen Bläschen durchzogen sind. Hier entsteht alles in Handarbeit und man kann den Glasbläsern bei ihrer Arbeit zusehen. Wirklich faszinierend! Auf mehreren Tafeln wird der Fertigungsprozess erklärt, es finden im Sommer aber auch regelmäßig Führungen und sogar Workshops statt, bei denen man sein eigenes Glasobjekt herstellt. Natürlich gibt es vor Ort auch einen großen Shop, in dem man die gesamte Kollektion bewundern kann.



Das Dorf Biot thront hoch oben auf einem Hügel und ist von der Glasbläserei zwar nur einen kurzen Spaziergang entfernt, der Weg führt aber teilweise ordentlich bergauf. Wie in vielen der typischen Bergdörfer im Hinterland der Côte d’Azur erstreckt sich auch hier die Altstadt über mehrere Ebenen mit idyllischen Gassen, steilen Treppen und schönen Torbögen. Im Vergleich zu anderen Dörfern ist Biot jedoch viel weniger überlaufen und deshalb noch etwas ursprünglicher. Hier findet man statt unzähligen Souvenirläden noch einige schöne kleine Geschäfte mit Kunsthandwerk und Delikatessen, vor allem aber Ruhe und schöne Fotomotive!



Besonders gut gefällt mir die Place des Arcades mit ihren bunten Häusern und den namensgebenden Rundbögen. Auch die dahinterliegende kleine Kirche ist einen Blick wert. In der Hauptstraße der Altstadt, der Rue Saint-Sébastien, sind in einem kleinen Keramikmuseum (9 Rue Saint-Sébastien, 06410 Biot) schöne Töpferwaren aus verschiedenen Jahrhunderten ausgestellt und man erfährt einiges über die Geschichte des Kunsthandwerks in Biot.
Sowohl die Altstadt von Biot als auch die Glasbläserei sind von Antibes aus mit der Buslinie 10 zu erreichen (Haltestelle „Biot 3000“ für die Glasbläserei, „Biot Village“ oder „Chemin de la Fontanette“ für die Altstadt). Zur Glasbläserei gehört ein großer Parkplatz. Auch auf dem Hügel gibt es zwar einen Parkplatz („Parking des Bâchettes“), die Parkmöglichkeiten sind aber doch etwas begrenzt.



Vallauris
Nur ein paar Kilometer weiter, in den Hügeln zwischen Antibes und Cannes, liegt mit Vallauris gleich das nächste bekannte Töpferdorf. Dank der reichen Tonvorkommen in der Gegend war der Ort schon zu Zeiten der Römer ein Zentrum der Töpferei, das jedoch immer mehr an Bedeutung verlor. Einen neuen Aufschwung bekam das Töpferhandwerk in Vallauris schließlich durch Pablo Picasso, der hier seine Leidenschaft für Keramik entdeckte und ab den späten 1940er Jahren im Ort lebte und arbeitete.
Noch heute ist Vallauris für sein Töpferhandwerk bekannt und in der kleinen Innenstadt reihen sich die Ateliers aneinander. Hier sind ganz unterschiedliche Stile vertreten, sodass man bei einem Bummel eigentlich fast immer fündig wird! Wer nicht so viel Zeit hat und gezielt ein paar bestimmte Werkstätten ansteuern will, kann sich auf der Website des Tourismusbüros einen Überblick verschaffen.
Natürlich gibt es in Vallauris auch ein Keramikmuseum: Die Ausstellung im Schloss von Vallauris zeigt Töpferwaren von der Antike bis ins frühe 20. Jahrhundert. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Keramiken aus den 1950er Jahren, auch von Picasso, sowie zeitgenössische Werke. Ebenfalls zum Schloss gehört das Musée National Pablo Picasso. In der ehemaligen Schlosskapelle kann man das monumentale Wandgemälde „La Guerre et la Paix“ bewundern, eines seiner bekanntesten Werke, das er speziell für diesen Ort geschaffen hat.
Von Antibes fahren mehrere Buslinien nach Vallauris, u.a. die Buslinien 5 und 8. Am Ortsrand gibt es von Antibes kommend außerdem einen größeren kostenlosen Parkplatz am Square du 8 Mai 1945.



Cannes
Cannes ist berühmt für sein alljährliches Filmfestival und die vielen exklusiven Boutiquen. Aber auch abseits des roten Teppichs gibt es in der Stadt westlich von Antibes einiges zu entdecken.
Am besten startet man seinen Besuch in Cannes vormittags auf dem Marché Forville (Rue du Marché Forville, 06400 Cannes) im Herzen der Stadt. Allein schon architektonisch ist die große, überdachte Markthalle von 1870 ein absoluter Hingucker. An den vielen Ständen wird von Dienstag bis Sonntag immer vormittags lokales Obst und Gemüse, Fisch und Blumen angeboten, auch provenzalische Spezialitäten sind zu finden. So gab es bei unserem letzten Besuch im Mai beispielsweise frittierte Zucchiniblüten. Rund um die Markthalle sind außerdem zahlreiche weitere Lebensmittelgeschäfte und Restaurants angesiedelt. Die Markthalle wird zwar seit 2024 umfassend renoviert, ein Teil davon ist dennoch weiterhin geöffnet. Die restlichen Stände befinden sich vorübergehend an der Avenue de la Liberté.
Jetzt heißt es Treppensteigen: Das Altstadtviertel von Cannes, Le Suquet, liegt oberhalb des alten Hafens an den Hängen des Mont Chevalier. Über verwinkelte Gassen mit Kopfsteinpflaster und schöne Plätze gelangt man zur Kirche Notre-Dame d’Espérance ganz oben auf dem Hügel. Von der Aussichtsterrasse neben der Kirche hat man einen wunderschönen Panoramablick über die Stadt, die Bucht mit dem Alten Hafen und dem Palais des Festivals sowie auf die vorgelagerten Îles de Lérins. Auch das Kunstzentrum Le Suquet des Art(iste)s (7 Rue Saint-Dizier, 06400 Cannes) ist einen Abstecher wert: In der ehemaligen Leichenhalle eines Krankenhauses mitten in Le Suquet residieren heute mehrere Künstler, die dort auch auf über 350 m² in wechselnden Ausstellungen ihre Werke zeigen.



Auch den mondänen Teil der Stadt muss man natürlich gesehen haben. Vom Palais des Festivals neben dem Alten Hafen führt der palmengesäumte Boulevard de la Croisette die Bucht entlang bis zur Pointe de la Croisette. An der Croisette reihen sich auf der Landseite exklusive Boutiquen und Luxushotels wie das Carlton, das Majestic und das Martinez aneinander, auf der Meerseite folgt ein Strandclub auf den nächsten. Hinter der Croisette befindet sich das Shopping-Viertel der Stadt: An der Rue d’Antibes und in den Seitenstraßen sind auf recht kompakter Fläche praktisch sämtliche große Marken, ob französisch oder international, vertreten.



Mein persönliches Highlight in Cannes sind jedoch die vorgelagerten Îles de Lérins und speziell die kleinere Île Saint-Honorat. Nach gerade einmal 20 Minuten mit der Fähre vom Alten Hafen landet man in einer ganz anderen Welt! Das Kloster der Zisterziensermönche, das auf der Île Saint-Honorat seit dem 5. Jahrhundert besteht, ist eines der ältesten in Europa. Besonders interessant ist die Monastère Fortifié, eine alte Wehranlage, die zum Schutz vor Piraten erbaut wurde und über einen unterirdischen Gang mit dem Hauptkloster verbunden war. Noch heute leben hier Mönche, die auf der Insel, die Privatbesitz des Klosters ist, Landwirtschaft betreiben und unter anderem Wein anbauen. Nach einem Spaziergang um die Insel mit ihren Pinienwäldern und Weingärten kann man im Klosterladen den Wein der Insel oder den berühmten Likör „La Lérina“ kaufen.



Von Antibes aus ist Cannes am schnellsten mit der Regionalbahn zu erreichen.
Essen & Trinken
Das Le Vauban (7bis Rue Thuret, 06600 Antibes) ist ein gehobeneres Restaurant mitten in der Altstadt, nur einen Steinwurf vom Port Vauban entfernt. Das Restaurant gibt es schon lange und ich wurde noch nie enttäuscht! Es gibt in der Regel zwei Menüs mit einem unschlagbaren Preis-Leistungsverhältnis, man kann aber auch à la carte essen. Die Karte wechselt regelmäßig und bietet französische Klassiker mit einem modernen Twist. Reservierung unbedingt empfohlen!
Ebenfalls in einer belebten Altstadtgasse befindet sich das Restaurant Jeanne (10 Rue Sade, 06600 Antibes), das seit über 10 Jahren von den Schwestern Elsa und Marine geführt wird. Die Karte wechselt wöchentlich und richtet sich nach dem Angebot auf dem Markt, viele Gerichte sind zum Teilen gedacht. Die Weinauswahl in dem kleinen Restaurant ist unglaublich! Das Jeanne ist sehr beliebt, daher auf jeden Fall frühzeitig reservieren.
Das Bistro La Taille de Guêpe (24 Rue de Fersen, 06600 Antibes) liegt etwas versteckter in einer Seitenstraße der Altstadt. Auf der Karte stehen mediterrane Gerichte mit asiatischen Akzenten, die Teller werden jedes Mal wunderschön angerichtet! Auch hier ist das Preis-Leistungsverhältnis wirklich gut, insbesondere beim Mittagsmenü. Reservierung empfohlen.
Lilian Bonnefoi (2 Pl. du Safranier, 06600 Antibes) ist eine Pâtisserie mit drei Standorten in Antibes, am Place du Safranier gehört auch ein Café mit schönem Außenbereich dazu. Die Törtchen sind wahre Kunstwerke! Im Café kann man auch gut frühstücken.






Tipps & Tricks
Das Busnetz in Antibes und den Nachbargemeinden ist sehr gut ausgebaut. Einige Linien im Stadtgebiet können kostenlos genutzt werden, für alle anderen gibt es sowohl Einzelfahrscheine als auch günstige Tageskarten. Mit der App von Envibus sind die Einzeltickets wesentlich günstiger als beim Busfahrer! Mehr Informationen gibt es außer auf der Website von Envibus (aktuell nur auf Französisch) auch beim Tourismusbüro.